Alle Beiträge 2007
Hans-Gerd Koch
Franz Kafka – Patriot ohne Vaterland
– Franz Kafka – patriot without native country
Steffen Höhne
Kafka und die Dissidenz. Ein Mitteleuropa-Diskurs
– Kafka and the Dissidenz. A Central European-discourse

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Benno Wagner
Der Widerstreit zwischen Biopolitik und Ethnopolitik als berufliches Problem und schriftstellerischer Einsatz Franz Kafkas
– The antagonism between Biopolitik and Ethnopolitik as a professional problem and literary dedication of Franz Kafka
Josef Čermák
Franz Kafka und seine ersten Illustratoren (Karel Votlučka und Wilhelm Wessel)
– Franz Kafka and his first illustrators (Karel Votlučka und Wilhelm Wessel)
Marek Nekula
Franz Kafkas Sprachen und Sprachlosigkeit
– Franz Kafkas languages und speechlessnes
Uwe Steiner
Streitsachen und Spielsachen. Gegenstände als Widersacher und als ludische Kombattanten bei Franz Kafka
– Things of conflict and things to play. objects as antagonist and as ludische Kombattanten by Franz Kafka

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Lothar Müller
Die Unruhe eines Westjuden. Franz Kafka, das jiddische Theater und die Unübersetzbarkeit des Jargon
– The disquietude of a western jew. Franz Kafka, the jiddisch theater an the untranslatability of jargon

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Hans Dieter Zimmermann
Franz Kafka liest Božena Němcová
– Franz Kafka reads Božena Němcová

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Klaus Schenk
Die ‚Abgeschlossenheit des Fragments‘. Veröffentlichungsstrategien Franz Kafkas
– The ‘Abgeschlossenheit des Fragments’. Franz Kafkas’ strategies of publication
Karl Braun
Kafkas Erzählung Josefine als Entwurf einer herrschaftslosen Gesellschaft
– Kafkas narration Josefine as a concept of a society without authority
Claudia Vitale
Franz Kafkas ‘Rede über die jiddische Sprache’: Nomadismus und Vitalität der Sprache
– Franz Kafkas ‘Rede über die jiddische Sprache’. Nomadism and vitality of the language

Die Jahre 1911-1912 sind diejenigen, in denen sich Kafka auf dem Höhepunkt seiner „jüdischen Wiedergeburt“ befand. Die in einer einzigen Nacht zügig geschriebene Rede über die jiddische Sprache (18. Februar 1912), stellt den Gipfel dieser Wiedergeburt und der Aufwertung der jiddischen Kultur dar. Das Jiddische wirkte bei Kafka gleichzeitig ästhetisch und existentiell: Er projizierte auf es nicht nur sein Streben nach einer Befreiung von der Assimilation, sondern auch sein Vertrauen in die eigene Kunst und Kreativität. Als mündliche Sprache, die vor allem aus Klang besteht, ist das Jiddische immer „Im Werden“; es bewegt sich ständig als nomadische Kreatur. Als lebendiger “Organismus” hat sich das Jiddische im Einklang mit Natur und Geschichte entwickelt und ist Ausdruck des Lebens an sich. Das Jiddische aufzuwerten und es ein ein “emotionales” Erlebnis zu verwandeln bedeutet also den authentischsten Sinn der Sprache an sich zurückzugewinnen, die Sprache zu sich selbst zurückzuführen und sich mit der deutschen Sprache Goethes – zum einzigen und letzten Mal – zu versöhnen.

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Boris Blahak
Zeichensprache, ,high context‘ und unverständlicher Gesang.
Franz Kafkas Italien-Erleben aus interkultureller Sicht
– Sign language,,high context‘ and non-understandable voices.
The Italian heritage of Franz Kafka from an intercultural perspective

PDF Seiten: 187-215

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Veronika Tuckerová
The Remains of the Triple Ghetto in the Prague Underground
– Überbleibsel des “dreifachen Ghettos” im Prager Underground

Der Aufsatz untersucht die Verwendungsweisen des “Ghetto”-Konzepts in der tschechischen Samizdat- und Underground-Kultur der 1970er und ‘80er Jahre vom „fröhlichen Ghetto“ des tschechischen Underground bis zu  verschiedenen Varianten, in denen Paul Eisners Konzept des „dreifachen Ghettos“ im Samizdat und vor allem in Literatur, Film und Musik des Underground wieder aufgegriffen wird. Der Underground der ‘70er und ‘80er schätzte insbesondere die Prager deutschen und deutsch-jüdischen Schriftsteller und die mit ihren Werken verbundenen Orte. Der Aufsatz vertritt die These, dass es Verbindungslinien zwischen den verschiedenen – soziologischen, literarischen und historischen – „Ghetto“-Konzepten und der Wahrnehmung Prags durch die Samizdat- und Underground-Autoren gab.

This article explores the uses of the concept of “ghetto” in Czech samizdat and underground culture during the 1970s and 1980s from the “merry ghetto” of the Czech underground, to various resurfacings of Paul Eisner’s concept of the “triple ghetto” topos in samizdat, and specifically underground, literature, film, and music. The ‘70s and ‘80s underground held in special regard Prague German and German Jewish writers and the places connected to their work. This article argues that links existed between the various concepts of “ghetto” – sociological, literary and historical – and the perceptions of Prague by samizdat/underground authors.

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Seiten: 193 – 210

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