Oliver Engelhardt
Nationale Zuordnungen (in) einer Firma in der Tschechischen Republik
– National assignments (in) a company in the Czech Republic

Diese ethnographische Studie zeigt, wie Mitarbeiter eines deutschen Industriebetriebs in der Tschechischen Republik nationale Zuordnungen für die Bestimmung der Identität des Betriebs und seiner Mitarbeiter benutzen. Mit Methoden der Konversationsanalyse werden mehrere Interviews ausgewertet. Während in ähnlichen Studien die Vermeidung nationaler Kategorien zu Gunsten einer die nationale Polarisation überwindenden Kategorisierung beschrieben wurde, zeigt dieser Artikel, dass häufig mehrfache nationale Zuordnungen verwendet werden. In der globalisierten Wirtschaft multinationaler Unternehmen scheint eine Notwendigkeit für eine differenzierte Identitätsbestimmung gegeben zu sein. Zugleich erlauben mehrfache nationale Kategorien eine Flexibilität in der Argumentation. Für die Identität der Mitarbeiter sind nationale, sprachliche und fachliche Gesichtspunkte besonders wichtig. Aus der Perspektive der jeweils eigenen Position betonen die Mitarbeiter im Hinblick auf ihre Kollegen Differenzierungen, distanzieren sich oder verallgemeinern. Sie zeugen von einem vielfältigen sozialen Gefüge, in dem die Nationalität nur eine von mehreren Kategorien für die Zuordnung zu bestimmten Gruppen ist.

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Michael Havlín
Die „Tschechei“. Zur historischen Semantik eines (un-)gebräuchlichen Toponyms
– The „Tschechei“. About the historical semantics of (un-)usual toponym
Schwerpunkt: Sprachmilieustudien
Albrecht Greule
Deutsch in Tschechien. Deutsch-Tschechische Forschungen zu Sprachvarietäten und Sprachkontakten.
Rückblick und Ausblick
– German in Czech Republic. German-czech research about change and contacts of language.
A retrospection and forecast

Seiten: 11-21

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Pavla Grabowski
Deutsche Muttersprachler in der Tschechischen Republik
– German native speaker in Czech Republic

Seiten: 173-202

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