Václav Petrbok
Der Unterricht aus deutscher Literatur an tschechischen Gymnasien und aus tschechischer Literatur
an deutschen Gymnasien von 1850 bis 1914
– The education with german literature at czech secondary schools and with czech literature
at german secondary schools from 1850 until 1914
Karsten Rinas
„Auf Wechsel ins Tschechische und na veksl do Němec“.Über einige krit. Darstellungen
des ‚Kinderaustauschs‘ in der tsch. u. sudetendeutschen Literatur
– „Auf Wechsel ins Tschechische und na veksl do Němec“. About some critical descriptions
of ‚Kinderaustausch‘ in the czech and sudeten-german literature
Lucie Merhautová
Ottokar Stauf von der March als Interpret der tschechischen Literatur
in der Münchner Revue „Die Gesellschaft“
– Ottokar Stauf von der March as an reviewer of the czech literatur
in the munich magazine „Die Gesellschaft“

Seiten: 87-117

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Lukáš Motyčka
Josef Mühlberger als Leser von Walter Flex
– Josef Mühlberger as a reader of Walter Flex

Seiten: 231-243

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Weitere Beiträge 2012
Martin Vavroušek
Uffo Horn – der engagierte Dichter
– Uffo Horn

Seiten: 245-259

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Ludger Udolph
Die Anfänge des Romantik-Begriffs im Tschechischen
– The Concept of Romanticism in Czech Literature: The Beginnings

Der Aufsatz behandelt die Diskussion der Begriffe ‚romantisch‘ und ‚Romantik‘ in der tschechischen Literatur zwischen 1804 und etwa 1840. ‚Romantisch‘ wird verwendet als (Un- ter-)Titel bei tschechischen und aus dem Deutschen übersetzten Erzählungen und Dramen; eine eindeutige Bestimmung ist dabei kaum möglich, meistens sind damit historische und sagenhafte Stoffe bezeichnet. Sodann gibt es die auch in älteren Handbüchern zu findende Bedeutung als ‚romanhaft‘ und als Bezeichnung für die christliche mittelalterliche Ritterdichtung. ‚Romantisch‘ kann auch eine Eigenschaft epischen Erzählens innerhalb des klassizistischen Kanons bezeichnen (Hněvkovský). Als allgemein-ästhetischen, positiv konnotierten Begriff findet man ihn bei Jungmann. Für Palacký ist ‚romantisch‘ als Oppositionsbegriff zu ‚klassisch‘ unbrauchbar; unter dem Eindruck von Máchas Máj, von Byron und der französischen Romantik wird dann das Romantische vor allem aus moralischen Gründen verworfen (Kollár).

This paper deals with the discussion of the concepts of ‚romantism‘ and ‚romantic‘ in Czech literature between 1804 and 1840. ‚Romantic‘ is used as a title both in Czech language stories and dramas, and in those translated from German. A clear definition can hardly be given, but ‚romantic‘ here largely deals with historical and legendary themes. Like in 18th century poetical manuals, ‚romantic‘ means ‚novelistic‘ or ‚in the manner of medieval Christian chivalry‘. ‚Romantic‘ then means a kind of narrative within a classical work. As a common aesthetic concept we find ‚romantic‘ in the works of Jungmann. Palacký rejected it as a pendant to ‚classical‘.Under the impression of Mácha, Byron and French Romanticism, Kollar rejected ‚romantism‘ and ‚romantic‘ on moral grounds.

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Seiten: 25 – 43

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Dalibor Tureček
Die tschechische Romantik
– Czech Romanticism

Die Arbeit stellt einen Versuch dar, tschechische Romantik als einen innerlich mehrseitigen Prozess zu modellieren. Zuerst werden die Erkennungsmerkmale festgestellt, die man auf der Thematischen sowie poetischen Ebene der diesbezüglichen Texte finden kann. Dann werden drei Grund-Modalitäten vorgeschlagen (patriotische Romantik, subjektive Romantik, Biedermeier als Kontrafaktur). Folgende wechselseitige Interferenzen von diesen Kategorien fanden dann in der tschechischen Literatur durch die ganze erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Platz.

This work attempts to represent Czech Romanticism as an internally multilateral process. First, the characteristic features are established, which can be found on the thematic and poetic level of the relevant texts. Then there are three basic modalities proposed (patriotic romance; romance subjective; “Biedermeier as Kontrafaktur”). The following mutual interference of these categories then found their place in Czech literature through the whole first half of the 19th century.

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Seiten: 45 – 73

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Václav Petrbok
Theodor Körner in Böhmen
– Theodor Körner in Bohemia

Der Artikel befasst sich mit der Rezeption des Lebens und des Werkes von Dichter Theodor Körner (1791-1815) in der deutschsprachigen und tschechischen Literatur in den Böhmischen Ländern. Besonders hervorgehoben ist dabei die Verwandlung der Vorstellung vom „Kriegshelden“ Theodor Körner in den drei Phasen der Rezeption: von 1815 in die 1870er-Jahre, von ca. 1880er-Jahren bis 1914 und weiters bis auf die Zeit nach 1938.

This article deals with the reception of the life and work of Poet Theodor Körner (1791-1815) in German and Czech literature in the Czech lands. The transformation of the idea of the “war hero” Theodor Körner is particularly emphasised in the three phases of its reception: from 1815 to the 1870s, from about the 1880s to 1914 and on to the time after the year 1938.

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Seiten: 103 – 128

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Veronika Faktorová
Zur Rezeption von Alexander von Humboldts in der tschechischen Literatur. Von direkter Rezeption
zu literarischen Kontexten
– Alexander Humboldt’s Reception in Czech Literature: from Contemporaneous Reception
to Literary Contexts

Die Studie beschäftigt sich mit der tschechischen Humboldt-Rezeption im breiten Sinne, d. h. sie analysiert die Belege von den Übersetzungen und anderen Metatexte bis zum literarischen Kontexten. Die Schwerpunkt der Studie ist die Diskursivität der Reiseberichten von Alexander Humboldt und ihre Beziehungen zu den tschechischen Autoren, z. B. K. H. Mácha.

The present article is concerned with Humboldt’s reception in Czech literature, drawing a wide range of evidence from translations, other metatexts and literary contexts. In central focus is the discursivity of Humboldt’s travelogues and its relationship to Czech writers, e.g. K. H. Mácha.

Frei zugänglich bei CEEOL.

Seiten: 179 – 189

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Dalibor Dobiáš
Josef Jungmann und seine Bemühungen um einen anspruchsvollen tschechischen Vers
in den ersten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts
– Josef Jungmann and his efforts to create demanding verse forms in the first two decades
of the 19th century Czech literature

Die Experimente mit dem modernen tschechischen Vers in den ersten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts stellen ein bis jetzt fruchtbares Material dar, das wesentlich auch die Anfänge der modernen tschechischsprachigen Literatur in ihrem zentraleuropäischen Kontext erhellt. Der Aufsatz beschäftigt sich mit einem der wichtigsten Verträter dieser Experimente, Josef Jungmann (1773–1847) und seinem theoretischen und literarischen Werk. Er analysiert besonders die von Jungmann geschaffenen anspruchsvollen Versformen und ihre Motivierungen.

The experiments with the modern Czech verse in the first two decades of the 19th century provide a fertile material for analysis of modern Czech literature in its Central European context. The paper deals with one of the most important representatives of these experiments, Josef Jungmann (1773-1847), and with his theoretical and literary work. It is particularly concerned with the demanding verse forms created by Jungmann and their complex motivations.

Frei zugänglich bei CEEOL.

Seiten: 211 – 224

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Julia Mierbach
Alternative Gemeinschaftsentwürfe vor dem Hintergrund des tschechisch-deutschen
Nationalitätenkonflikts bei Gustav Meyrink und Erwin Guido Kolbenheyer
– Alternative concepts of community and the national conflict of Germans and Czechs
by Gustav Meyrink and Erwin Guido Kolbenheyer

Der Beitrag rekonstruiert eine markante Übereinstimmung in den Gemeinschaftsentwürfen des deutschnationalistischen Schriftstellers E. G. Kolbenheyer und des fantastischen Autors Gustav Meyrink aufgrund gemeinsamer kulturhistorischer Paradigmen. Trotz divergierender ideologischer und thematischer Impulse in ihren Texten zeigt eine vergleichende Analyse im Rückgriff auf Ferdinand Tönnies‘ Gemeinschaftsbegriff, dass beide Autoren den deutsch-tschechischen Nationalitätenkonflikt als Element einer übergeordneten Gemeinschaftsform inszenieren. Dabei lässt das soziale Prinzip eine nuancierte Sicht auf die Diskontinuität des Desintegrationsprozesses zwischen Tschechen und Deutschen in Böhmen zu.

This paper deals with a distinctive similarity in the concepts of community by the German nationalistic author E.G. Kolbenheyer and the fantastic author Gustav Meyrink based on shared cultural and historical paradigms. Despite divergent impacts regarding ideological notions and topics in their texts, a comparative analysis referring to the popular term ‘Gemeinschaft’ by the sociologist Ferdinand Tönnies shows that both authors represent the national conflict of Germans and Czechs as part of a superordinated version of ‘Gemeinschaft’. The social principle allows for a detailed perspective on the process of disintegration between Germans and Czechs in Bohemia.

Frei zugänglich ab Mitte 2017, kostenpflichtig ab sofort bei CEEOL.

Seiten: 257 – 286

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Berichte 2015
Karsten Rinas
Grenzlandliteratur als Forschungsgegenstand
– „Grenzlandliteratur“ as research topic

Dieser Aufsatz skizziert die Entwicklung der deutschen und tschechischen Grenzlandliteratur und bietet eine kritische Darstellung der Erforschung dieses Genres. Insbesondere wird die Frage diskutiert, mit welchem Erkenntnisinteresse diese Literatur wissenschaftlich untersucht werden könnte.

This article offers a sketch of the development of the German and Czech ‘Grenzland’ literature. Furthermore, the research on that subject is critically summarized and reviewed. The focus lies on the question, for what purposes this kind of research could be useful and in what way it should be developed.

Seiten: 287-314

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