Alle Beiträge 2009
Steffen Höhne
Böhmische Erinnerungsarbeiten. Zum Werk Lenka Reinerovás (17.5.1916-27.6.2008)
–Activities for Bohemian remembrance. About the opus of Lenka Reinerová (17.5.1916-27.6.2008)

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Corinna Schlicht
Als die Utopie noch jung war – zu den literarischen Anfängen Lenka Reinerovás
– When utopia was young – About the literary beginning of Lenka Reinerová
Hélène Leclerc
Lenka Reinerová im südfranzösischen Frauenlager Rieucros
– Lenka Reinerová in the camp for women in Rieucros in the south of France

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Brigitte Desbriére-Nicolas
Zu Lenka Reinerovás Früherzählung „Kotige Schuhe“
– About Lenka Reinerovás early narration „Kotige Schuhe“

Einige Monate nach der Ankunft der fünfundzwanzigjährigen Journalistin Lenka Reinerová in Mexiko trifft im Asylland die Nachricht von der Vernichtung des böhmischen Dorfes Lidice ein. Über dreihundert Menschen, darunter zweiundachtzig Kinder, fielen dabei den NS-Verbrechern zum Opfer. Aus Lenka Reinerovás Bestürzung darüber erwächst das Bedürfnis, das tragische Geschehen literarisch zu verarbeiten. Der vorliegende Aufsatz setzt sich zuerst das Ziel, den eigentlichen Schreibanlass im Kontext des aufgezwungenen Exils näher zu betrachten. Dann werden die autobiographischen Hintergründe erforscht, die zur Gestaltung der Lidice-Erzählung als Kindergeschichte geführt haben mögen. Schließlich wird aus der Interpretation von Kotige Schuhe die Eigenart einer Erzählung herausgearbeitet, die im Frühwerk der Schriftstellerin eine Sonderstellung einnimmt.

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Susanne Blumensberger, Jana Mikota
„Damals lernte ich jenes ‚Weggehen‘, das mir später so oft half.“ Lenka Reinerovás Schreiben für Kinder
– „Damals lernte ich jenes ‚Weggehen‘, das mir später so oft half.“ The Writing of Reinerová for Children

Lenka Reinerová (1916-2008) gilt als die letzte Vertreterin der deutschsprachigen Prager Literatur. Sie stieg sehr jung in den Journalismus ein, dem sie später treu blieb obwohl sie öfters erfolgreiche Ausflüge in andere Literatursparten unternahm. So hat sie ihr eigenes Leben, das vom Holocaust tief geprägt war – sie verlor 11 Familienmitglieder – und wurde Opfer der stalinistischen Säuberungen immer wieder neu und immer wieder aus anderer Perspektive erzählt. Wenig bekannt ist, dass diese politisch engagierte Autorin auch Literatur für Kinder schrieb. In Haft verfasste sie auf Drängen ihrer jugendlichen Mitgefangenen Märchen, die Trost und Hoffnung vermitteln sollten. Eines dieser Märchen Freiheitli und Gewaltung, das sich an Kinder und Erwachsene richtet, sowie die Erzählung Kotige Schuhe die sie nach den schrecklichen Ereignissen in Lidice, aufschrieb, stehen in diesem Beitrag im Vordergrund.

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Viera Glosiková
„Wie oft kann man neu anfangen?“ Autobiographische Prosa Lenka Reinerovás zum Thema Mexiko
– „Wie oft kann man neu anfangen?“ Autobiographical prose of Lenka Reinerová concering Mexico

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Gudrun Salmhofer
„Der große Traum meines Lebens ist geblieben.
Nur mein Blick hat sich geändert.“ Lenka Reinerovás literarisches Arbeiten am Selbstbild
– „Der große Traum meines Lebens ist geblieben. Nur mein Blick hat sich geändert.“
Lenka Reinerová and her self-perception in her opus

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Steffen Höhne
Lenka Reinerovás Reflexionen über kommunistische Politik
– Reflections of Lena Reinerová about communist politics
Jan Randák
Veränderungen im Bild der Toten in der tschechischen Revolution 1848/49
– Changes in the point of view of the dead during the Czech Revolution 1848/49

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Roman Mikuláš
Zur Aufnahme deutscher literaturwissenschaftlicher Tendenzen in der slowakischen Literaturwissenschaft.
Teil I: Der Fall Nora Krausová (in memoriam)
– About the reception of tendencies in the german studies of literature in the slovak studies of literature.
Part I: the case Nora Krausová

In der folgenden dreiteiligen Studie soll ein Überblick über die Merkmale der Aufnahme literaturwissenschaftlicher Tendenzen aus dem deutschsprachigen Raum in der slowakischen Literaturwissenschaft gegeben werden. Die Transfers laufen über wissenschaftliche Projekte, die, wie es in der Literaturwissenschaft üblich ist, nach wie vor Ein-Mann-Unternehmen sind. Zum anderen ist damit schon eine gewisse Eingrenzung gegeben, zumal diese Projekte und die damit verbundenen wissenschaftlichen Persönlichkeiten einem ganz bestimmten Ausschnitt, einem Wissensbereich oder sagen wir eben einer Tradition in der Literaturwissenschaft verpflichtet sind. Ihre ganze Optik, ihre Argumentationsstrategien und ihre Urteilskraft sind auf diese Traditionen geeicht und nur über diese zugänglich und verständlich. Ich möchte im Folgenden auf drei Traditionen in der slowakischen Literaturwissenschaft eingehen : auf die strukturalistisch-semiologische, auf die hermeneutische und auf die kommunikationstheoretische. Entsprechend diesen Traditionen berichte ich über die Leistungen von dreien Wissenschaftlern: Nora Krausová, Vincent Šabík und František Miko. Die ersten beiden haben Slowakistik und Germanistik an den Philosophischen Fakultät der Comenius Universität studiert, beide sind sie außerdem Übersetzer aus dem Deutschen und beide verbindet eine gewisse Begeisterung für Literaturtheorie. František Miko personifiziert die Neutrauer Schule der literarischen Kommunikation.

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Filip Charvát
Horizontverschmelzung als Desideratum.
Anmerkungen zu Gadamers Ästhetik sowie zur Gadamerrezeption in der dt. und tschechischen Lit.-wissenschaft
– Fusion of horizon as desideratum.
Notes about Gadamers aesthetic and reception in german and czech studies of literature
Michael Havlín
Die „Tschechei“. Zur historischen Semantik eines (un-)gebräuchlichen Toponyms
– The „Tschechei“. About the historical semantics of (un-)usual toponym
Dalibor Zeman
Zur semantischen Adaptation der dt. Lehnwörter im Wortschatz der mährischen Slowakei:
Bedeutungsähnlichkeit, -erweiterung und -verengung
– About the semantic adaption of german loan words in moravian slovak

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Verena Hämmerle
Soziolinguistischer Kontext des Zweitspracherwerbs bei Migranten: das Tschechische in Bayern
– Soziolinguistischer Kontext des Zweitspracherwerbs bei Migranten: das Tschechische in Bayern

Der Beitrag beschreibt am Beispiel Bayerns die Sprachsituation des Tschechischen in Deutschland, wie sie für die tschechische Migration nach Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg in verschiedenen Zeitabschnitten bestimmend war und ist. Theoretischer Ausgangspunkt sind Klassifizierungen extralinguistischer Faktoren, wie sie beispielsweise im Modell der ethnolinguistischen Vitalität vorgeschlagen werden. Relevant für die betrachtete Migrantengruppe sind besonders kulturelle sowie geographische, soziale und institutionelle Aspekte. Aus deren Schilderung werden Schlussfolgerungen zum Gruppenstatus der „Tschechen“ und der Zukunftsperspektive des Tschechischen in Deutschland gezogen.

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Berichte 2009
Milan Žitný:
Kafka in der Slowakei.
Einige Bemerkungen zur slowakischen Rezeption des Werkes von Franz Kafka

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Andrea Mikulášová:
Merkmale des tschechischen und slowakischen Metatextes deutschsprachiger Übersetzungsliteratur für Kinder und Jugendliche

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Christian Irsfeld:
Grenzgängereien zwischen Trier und Prešov.
Zur Kooperation der germanistischen Institute der Universitäten Trier Prešov

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Ulrike Goldschweer:
Tagungsbericht. Chaosforschung in der Literaturwissenschaft:
interdisziplinäres Paradebeispiel oder disziplinäres Missverständnis?

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Martina Poliaková:
Prag – Praha 1900-1945. Literaturstadt zweier Sprachen, vieler Mittler

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Karoline Riener:
August Sauer – ein Intellektueller in Prag im Spannungsfeld von Kultur- und Wissenschaftspolitik.
Ein Tagungsbericht

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Steffen Höhne:
Musik im Spannungsfeld nationaler Bewusstseinsbildung
– Prag in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

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Neue Literatur
Rezensionen 2009

Seiten 403 -429

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Peter HASLINGER/K. Erik FRANZEN/Martin SCHULZE WESSEL (Hgg.):
Diskurse über Zwangsmigrationen in Zentraleuropa.
Geschichtspolitik, Fachdebatten, literarisches und lokales Erinnern seit 1989
(= Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, 108).
München (Oldenbourg) 2008.
(Steffen Höhne)
403

Lukáš NOVOTNÝ: Vergangenheitsdiskurse zwischen Deutschen und Tschechen.
Untersuchung zur Perzeption der Geschichte nach 1945.
Baden-Baden (Nomos) 2009.
(Lenka Matušková)
405

Petr LOZOVIUK: Interethnik im Wissenschaftsprozess.
Deutschsprachige Volkskunde in Böhmen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen.
Leipzig (Universitätsverlag) 2008.
(Irmela Stock)
408

Ane KLEINE/Christian IRSFELD (Hgg.): Grenzgängereien.
Beiträge der gemeinsamen germanistischen Vortragsreihen in Trier und Prešov 2006/2007.
Prešov 2008.
(Walter Röll)
413

Róbert GÁFRIK: Hra s cudzou kultúrou. K recepcii staroindických látok a motívov v nemeckej literatúre
[Spiel mit fremder Kultur. Zur Rezeption altindischer Stoffe und Motive in der deutschen Literatur].
Bratislava (Veda) 2009.
(Roman Mikuláš)
415

Stefanie FUCHS: Die nordbairisch-ostfränkische Mundartgrenze in Böhmen
(= Regensburger Dialektforum, 7).
Regensburg (edition vulpes) 2009.
(Sebastian Seyferth)
421

Nicole ELLER: Syntax des bairischen Basisdialekts im Böhmenwald
(= Regensburger Dialektforum, 8).
Regensburg (edition vulpes) 2009.
(Sebastian Seyferth)
422

Nicole ELLER, Stefan HACKL, Marek L’UPTÁK (Hgg.):
Namen und ihr Konfliktpotential im europäischen Kontext
(= Regensburger Studien zur Namensforschung, 4).
Regensburg (edition vulpes) 2008.
(Steffen Höhne)
423

„Wenn du nicht bei mir bist…“ – „Když se mnou nejsi ty…“.
111 deutsche Gedichte aus Prag – 111 německych básní z Prahy.
Herausgegeben von Viera Glosiková, Nachdichtung von Miloš Kučera.
Prag (Franz-Kafka-Verlag) 2009.
(Dietmar Ebert)
425